Über Gutes für Frauen, lüsterne Triebe und warum die Professoren die Torte bekamen

DUELL 2011 Professoren vs. Studenten

Da haben wir doch den wahren Grund für Ihr Anliegen – Sie möchten ja nur leichter Ihren lüsternen Trieben nachgehen können. Und das in der Universität!

Anschuldigungen dieser Art gehören keineswegs zum normalen Universitätsalltag – wohl aber zu einer unterhaltsamen Showdebatte, wie sie am Donnerstag, 24. November 2011, bereits zum fünften Mal vom Debattierclub veranstaltet wurde. Im historischen Rathaussaal haben sich drei Studenten dem verbalen Kampf gestellt und gegen drei Professoren aus den Fachbereichen Chemie, Medizin und Psychologie debattiert.

Plakat des DUELLs 2011Hannah Soeffing und Clubpräsident Tobias Kube leiteten charmant durch den Abend und präsentierten die zwei möglichen Debattierthemen. Das Publikum entschied sich letztlich per Applaus für das Thema „Soll eine Geschlechterquote für Studiengänge eingeführt werden?“ und gegen die Forderung „Der Unipräsident sollte ein Studierender sein!“ 

Dieses Jahr wurde der Gewinner des letztjährigen Duells, Prof. Dr. von Zezschwitz (Chemie), unterstützt durch den Psychologieprofessor Dr. Berking und dem Neuropathologen Prof. Dr. Pagenstecher. Jeweils sieben Minuten hatten sie zur Verfügung, um inhaltlich möglichst überzeugend und rhetorisch versiert zum Thema Geschlechterquote für zu reden. Den Club vertreten haben Martin Fries, Benedikt Kunz und Dominik Vietz, die große Mühe hatten, dieses Anliegen der Geschlechterquote zu verteidigen – die Professoren hielten gekonnt dagegen.

Von der Notwendigkeit, Frauen exzellente Leistungen zuzutrauen, um sie zu ermutigen, auch naturwissenschaftliche Studiengänge auszuwählen, bis hin zur positiven Wandlung der Atmosphäre im Wissenschaftsbetrieb reichte die Argumentpalette der Studenten. Doch umsonst – die Professoren zogen alle Register und überzeugten durch Witz, Charme und prägnanter Wortwahl.

Von den 200 Zuschauern zum Siegerteam erkoren, durften sie sich über die Gewinnertorte freuen, die von Café Vetter gespendet und mit allen Anwesenden beim anschließenden Sektempfang geteilt wurde – sie war dann doch zu groß, um zu dritt gegessen zu werden. Dabei wurde an mancher Stelle noch fleißig weiter diskutiert oder einfach das Ambiente genossen.

„Der Abend war wieder ein voller Erfolg“, war der Grundtenor unter den Organisatoren. Der Debattierclub Marburg bedankt sich herzlich bei Oberbürgermeister Herrn Vaupel als Schirmherr der Veranstaltung, der Universitätsstadt Marburg für die beeindruckende Lokalität, sowie Café Vetter,  MLP und Die ZEIT, die den Abend so in dieser Form überhaupt ermöglicht haben.

Noch schöner als nur eine Showabend im Wintersemester wäre natürlich, wenn einige der Besucher auch Lust bekommen haben und auch einmal montags Abend selbst das Wort ergreifen würden. „Bei uns ist jeder willkommen – wir freuen uns sehr über Zuwachs!“, lud Tobias Kube ein.

Filmaufnahmen werden folgen.
Auf den Photographien liegt ein Copyright! Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung des Clubs.

Verfasst von Hannah Soeffing und Martin Fries

DUELL 2010 Professoren vs. Studenten

“Zu viel Party an der Uni? Für Studierende sollte ein Alkoholverbot eingeführt werden!”

Bereits zum vierten Mal lud der Debattierclub Marburg Bürger und Studierende zur Showdebatte zwischen Professoren und Studenten im Rathaus ein. Am 23. November lieferten sich drei Clubmitglieder und Professoren aus allen Fachbereichen ein hitziges Wortgefecht zum Thema „Sollte für Studenten der Alkoholkonsum verboten werden?“ Die Professoren konnten trotz einer Kopf-an-Kopf-Entscheidung die Siegertorte für sich gewinnen und so ihren Titel verteidigen.

„Alkoholverbot für Studenten – das wäre nur gerecht! Wer von euch möchte mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft?“, forderten die Studenten in der Regierung das Publikum heraus.

Nach einem Grußwort vom Schirmherr der Veranstaltung Oberbürgermeister Egon Vaupel leiteten unsere Moderatoren Karen Bayer und Anton Riske professionell und Charmant zur Debatte über.

Schon zu Beginn konterte die Opposition mit der Jahrhunderte langen Tradition von Wein, Weib und Gesang, die man selbst bei Goethes Faust nachlesen könne. Die Dozenten Dipl.-Demogr. Ronny Westerman aus der med. Soziologie, der Professor für organische Chemie Paultheo von Zezschwitz und der Gewinner des letztjährigen DUELLS Prof. Dr. med. Uwe Wagner trafen durch geschickte Argumente, Witz und einer gesunden Dosis an Polemik den Nerv des Publikums. Die Studierenden Carolin Kieckhäfer, Martin Fries und Jan Kastell appellierten an die Moral und den Gerechtigkeitssinn des Publikums: „Stimmt nicht für das, was witzig ist, sondern für das, was richtig ist!“ Da das Studium ein Geschenk von der Gesellschaft ist, sollten die Studierenden im Gegenzug auch bereit sein, Leistung zu erbringen und Verantwortung zu übernehmen. „Alkohol ist der direkte Feind des Verstands“ – er ist unvereinbar mit guter Bildung. Die Professoren hingegen sprachen sich ausdrücklich für den Alkoholkonsum aus. „Schon seit der Antike werden wirklich große Deals und Entscheidungen nur in gesellig trinkender Runde geschlossen.“ Dies sei aus auch der Grund dafür, dass Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind: sie könnten zu wenig trinken.

Die Entscheidung über Sieg oder Niederlage, die das Publikum durch Applausstärke fällen sollte, wurde knapp durch den Einwand von Prof. Wagner auf die Seite des Professorenteams geschoben: „Denken Sie daran, wenn Sie jetzt für die Regierung stimmen, bekommen Sie nachher beim Sektempfang nichts zu trinken!“ Die Professoren teilten nicht nur die Freude am Sieg, sondern auch die große Siegertorte mit den vielen begeisterten Zuschauern.

Wir danken für den schönen Abend, besonders unseren drei Professoren, die wirklich einen rhetorischen Höhenflug hatten, der Stadt Marburg für die Örtlichkeiten und den großzügigen Sponsoren Die ZEIT, Café Vetter, MLP und Copy &Shirt.

Showdebatte “DUELL” Professoren vs. Studenten 2009

Professoren vs. Studenten hieß es am Mittwoch Abend, 16. Dezember 09, im historischen Rathaussaal in Marburg.

Im überfüllten Saal, in dem ehemals die Stadtparlamentarier stritten, führten drei Debattanten aus dem Marburger Club eine hitzige Debatte gegen drei Professoren.
Nach einer Ansprache von Clubpräsident Martin Fries über die Möglichkeiten der Universität, auch einmal etwas zu unternehmen, das über den Tellerrand des Studienfachs hinaus führt, und Grußworten von Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel, leitete das Moderatorenteam Stephanie Riehm und Tobias Burkhardt über in die Themenwahl. Das Publikum entschied sich gegen das Thema „Deutschland – Ausbilder der Spitzenforscher für die Welt? Die UN sollte die Wissensabwanderung in andere Länder reglementieren und so den ‘Brain-Drain’ stoppen!“ und für „Immer mehr Wissen in weniger Zeit – wir fordern Gehirndoping! Konzentrationsfördernde Medikamente wie Ritalin sollten rezeptfrei erhältlich werden!“

Das Thema wurde hitzig und emotionsgeladen debattiert. Der Regierung aus den Clubmitgliedern Karen Bayer, Sebastian Wamser und Jan Kastell wurde trotz gut durchdachter Thesen das Argumentieren durch gezielte Zwischenfragen und geniale Ideen von Seiten der Professoren Dr. Uwe Wagner, Dr. Jan Koolman und Dr. Wolfgang Seitter schwer gemacht.

Im Endeffekt entschied sich das Publikum für das Oppositionsteam, also für die Professoren, die sich dann über eine große Torte freuen konnten. Im Anschluss an die Debatte konnte der gelungene Abend bei Sekt, Salzstangen und Torte feierlich ausklingen.
Vielen Dank für den schönen Abend, besonders an unsere drei eloquenten Professoren, der Stadt Marburg für die Räumlichkeiten und den großzügigen Sponsoren Die ZEIT, Café Vetter, Universitätsbuchhandlung Elwert und Copy &Shirt.

Die Oberhessische Presse berichtete am 18. Dezember über die Veranstaltung. Den Zeitungsartikel lesen …

2. Marburger Professorenduell 2007

Am Dienstag den 20.11.2007 fand das 2. Marburger Professorenduell um 20 Uhr im historischen Rathaussaal statt. Die über 100 Zuschauer erlebten eine überaus knappe Debatte zum Thema: “Setzen sechs! Professoren sollen benotet werden”. Am Ende konnten sowohl die Professoren als auch die Studenten tosenden Applaus für sich verbuchen, sodass die Entscheidung wie folgt aus fiel: Die Professoren bekamen die Siegertorte und die Studenten wurden zum Sieger der Debatte erklärt. Fotos von dem spektakulären Ereignis gibts demnächst .
Diese Veranstaltung wurde Ihnen präsentiert von der Universitätsbuchhandlung Elwert, REWE am Marktdreieck, Kopiemacher GbR und Café Vetter.

Das Duell – Professoren vs. Studierende 2005

Am 6. Juni 2005 um 20 Uhr stieg im Rathaussaal das erste Marburger Professorenduell! Auf der Professorenseite waren angetreten Prof. Dr. Conze aus der Neueren Geschichte und Prof. Dr. Kaesler aus der Soziologie (Prof. Dr. Gornig ließ sich entschuldigen). Die Seite des Debattierclubs wartete mit Moritz Lorenzen und Hagen Schönfeld auf. Für die Debatte stand das Thema schon im Vorfeld fest und fragte nach “Deutschland im Herzen Europas – Antriebsmotor oder Bremsklotz?”. Beide Teams waren bis aufs Äußerste gespannt, welche Seite sie nach der Auslosung verträten und welchen Verlauf die Debatte nehmen würde. Denn für die Professoren war dies die erste Erfahrung der rhetorischen Auseinandersetzung in Debattenform. Doch nicht nur die Teams, sondern auch die rund 150 anwesenden Zuschauer standen im Mittelpunkt dieses Abends. Ihnen kam am Schluss der Debatte die Aufgabe zu, den Sieger zu küren. Unter den Augen von Bürgermeister Egon Vaupel eröffnete die Regierung (Professoren) mit ihrem ersten Redner, Prof. Dr. Conze, das Duell. Moritz Lorenzen konterte und fügte mit dem Vergleich Deutschlands als einwandigem Tanker in der Ostsee eines der vielen Bilder ein, die diesen munteren Schlagabtausch kennzeichneten. Das Publikum ließ sich immer wieder wechselnd von der Sprachkraft und Schlagfertigkeit der einzelnen Redner mitreißen und honorierte besondere Höhepunkte mit herzhaftem Zwischenapplaus. Der weitere Debattenverlauf schien keinen eindeutigen Sieger hervorgebracht zu haben, aber das Endurteil stand ja noch aus. Frau Dr. Christa Heilmann, Leiterin der Abteilung Sprechwissenschaften in der Germanistik, analysierte im Anschluss das eben Gehörte und Gesehene. Nun blieb die Frage noch offen, wer das Duell für sich entscheiden konnte? Letztlich entschied sich das Publikum klar für eine Seite: die Professoren haben das Duell gewonnen! Wir danken besonders unseren Sponsoren “Die Zeit”, der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Stadt Marburg für die gute Zusammenarbeit und intensive Unterstützung! Herzlicher Dank geht ebenfalls an Frau Heilmann, Herr Conze, Herr Kaesler und dem tollen Publikum im Rathaussaal! Hartshornes House freut sich auf einen Re-Battle im nächsten Semester.