Marburger Nikolausturnier

Hitzige Debatten in kalten Tagen

Beim Nikolaus-Turnier des Marburger Debattierclubs entschieden wenige Punkte über Break und Sieg

Gerade erst vom Tübinger StreitkulturCup zurückgekehrt, stand am Montag, 12. Dezember 2011, gleich schon der nächste Termin für die fleißigen Debattanten des Marburger Debattierclubs an. Spannend und hoch her ging es dann nämlich beim clubinternen Nikolausturnier des Hartshornes House. Von 18 bis 22 Uhr bestritten sechs Teams unter den strengen Blicken einer vielköpfigen Jury-Riege einen guten und fairen Wettstreit. Ob Neuling oder alter Hase, jeder hatte die Chance, sich als Debattant oder Juror an diesem Ereignis zu beteiligen.

Da der Großteil der erfahrenen Redner in die Jury abberufen wurde, hatten dieses Mal vor allem diejenigen die Möglichkeit, mit ihrer Wortgewandtheit zu überzeugen, die erst dieses Wintersemester den Weg in die Debattierszene fanden. Die Teams, getreu der neuen Linie des Vorstands mit Märchennamen ausgestattet, die von Schneeweißchen und Rosenrot über Aschenputtel bis hin zu Dornröschen reichten, wurden aus je drei Debattanten gebildet, Anfängern und Debattier-Veteranen bunt gemischt. In drei Vorrunden mussten die Teams so viele Siege (und Punkte) wie möglich erreichen, um den Break und somit den Einzug ins Finale zu erlangen. In einem leicht modifizierten OPD-Format ohne fraktionsfreie Redner, mit nur vier Minuten Redezeit pro Nase und der Möglichkeit, dass auch der Schlussredner noch neue Argumente anbringen durfte, drehten sich die Debatten der Vorrunde um die Fragen, ob Pressezensur vor Volksentscheiden erlaubt, Großbritannien aus der EU ausgeschlossen und (nach einer kleinen gedanklichen Zeitreise nach 1989) Deutschland wiedervereinigt werden sollte. Auch wenn dieses Mal leider keine Teampunkte vergeben wurden, sonder nur Einzelrednerpunkten ins Gewicht fielen, so wurde doch fleißig geklopft und zwischengerufen und nicht selten standen alle drei Mitglieder des gegnerischen Teams bereit, Fragen zu stellen.

Letzten Endes zogen die beiden Teams Schneewittchen (Sebastian, David und Sabrina) als Regierung und Rapunzel (Jöran, Benjamin und Lea) als Opposition knapp vor dem Team Rotkäppchen (Holger, Manuel und Helena) ins Finale ein, dessen Thema lautete, „Angenommen, intelligentes außerirdisches Leben käme auf die Erde – Sollten wir Kontakt mit ihnen aufnehmen?“ Diese doch nicht hundertprozentig ernsthafte Debatte, in der schon mal grüne, hässliche Intelligenzbestien die Katzen der Menschen fraßen oder aber den Deutschen nach einer Einheit des Universums neue Reiseziele eröffnet wurden, gewann letzten Endes mit einem knappen Vorsprung von vier Punkten die Opposition. Als bester Redner der Finaldebatte wählte das Publikum Sebastian.

Die vier Sieger wurden für ihre harte Arbeit mit Schokonikoläusen belohnt und die anschließende Weihnachtsfeier mit Glühwein, Lebkuchen und Orangen bot noch einmal allen Beteiligten die Möglichkeit für anregende und angeregte Gespräche über Debattieren und die Welt.

Wir wünschen allen Mitgliedern, Fans und Interessierten eine schöne Restadventszeit und ein wunderbares Weihnachten. In diesem Sinne auf ein erfolgreiches neues Debattierjahr 2012!

Verfasst von Sabrina Göpel

Hartshornes House veranstaltet Wochenende zum Thema „Stil und Strategie“

Das Wochenende 29./30. Mai 2010 in Bad Homburg stand für redebegeisterte Marburger ganz unter dem Zeichen des Debattierens. Organisiert wurde ein zweitägiges Seminar, in dem die vielfältigen Aspekte des dieser Redekunst vermittelt wurden.

Bei dieser erstmals von Hartshornes House ausgerichteten Veranstaltung waren insgesamt ein Dutzend Debattierer unterschiedlichster Fähigkeiten dabei. So konnte ein starker Wissensaustausch zwischen Erfahrenen und Neulingen stattfinden.

Durch die Seminare und Workshops zog sich das Motiv „Stil und Strategie“ als roter Faden.

Zunächst bekamen die Clubneulinge eine ausführliche Einleitung in die Thematik des wirkungsvollen Auftreten. Die gerade gelernten Fähigkeiten konnten sie dann vor laufender Kamera weiter trainieren. Durch gegenseitige konstruktive Kritik unter Anleitung eines erfahreneren Tutors konnte die Rede in verschiedene Kriterien wie Auftreten, Argumentationskraft und inhaltliches Vorgehen aufgeschlüsselt werden und dem Redner so wertvolle Verbessungsvorschläge gegeben werden.

Auch die Fortgeschrittenen haben die Möglichkeit der Videoanalyse genutzt und sich mehrmals nach Debatten gegenseitig auf unterschiedlichste Aspekte des Überthemas Stil und Strategie aufmerksam gemacht.

Beim abendlichen Impro-Duett konnten die Marburger ihre Spontaneität und Kreativität unter Beweis stellen. Die humorvollen Vorstellungen enthüllten das wahre Leben von exzentrischen Künstlern, dem Bahnchef auf Bahnreise und dem gekidnappten Lance Armstrong.

Karen und Anton zeigen beim abendlichen Improtheater ihr Können

Karen und Anton zeigen beim abendlichen Improtheater ihr Können

Am Sonntag wurde der Fokus auf den inhaltlichen Teil der Rede gestellt. Nach einem Workshop zur Problemanalyse und zur effizienten Nutzung der Vorbereitungszeit konnten die Wochenendteilnehmer ihr neu erlerntes Wissen beim Halten von Antragsreden zu verschiedenen Problemstellungen anwenden.

Den Abschluss bildeten eine Gegenüberstellung der Debattierformate BPS und OPD und eine heiße BPS-Debatte zum Thema „DHW eine Strecken-PKW-Maut einführen.“

Das Seminarwochenende bot für alle die Möglichkeit der individuellen Verbesserung der rednerischen Fähigkeiten und stellte eine wertvolle Gelegenheit dar, die anderen wunderbaren Clubmitglieder besser kennen zu lernen.

Streit um Schokonikolaus

Am Montag, 7. Dezember 2009, fand das 1. Marburger Clubturnier statt. Über 20 motivierte Mitstreiter, vor allem Clubmitglieder, die erst dieses Semester dazu gekommnen sind, stritten in drei OPD-Runden bei Spekulatius und Früchtetee über Ausländerquoten und Zoos.
Beim Anfängerturnier wurden die Teams in jeder Debatte neu gemischt. So konnten sich die Clubmitglieder sehr gut kennen und ihre Stärken und die ihrer Teamkollegen einschätzen lernen.
Da die Debatten in drei Räumen parallel stattfanden, konnten die Juroren Jan Kastell, Alexander Prinz, und Tobias Burkhardt den Überblick behalten und so die besten Nachwuchsredner finden:
Den größten Schokonikolaus und einen Kinogutschein gewannen die Nachwuchspreisträger Jan-Hendrik Otto und Anton Riske auf dem geteilten ersten Platz, Andreas Barth auf dem 3. Platz. Herzlichen Glückwunsch!