Marburg beim Berliner Punk-Turnier

Dieses Wochenende (21.-22. Januar) richtete die Berlin Debating Union das fest etablierte Berliner Punk-Turnier aus, das im British Parliamentary Style (BPS) ausgetragen wurde. Eingeladen waren, neben erfahrenen Rednern, insbesondere Neulinge der Debattierszene. Entsprechend waren  die teilnehmenden Clubs ermutigt, gemischte Teams an den Start zu bringen. Der Debattierclub Marburg schickte 5 Teams, bestehend aus David und Felix, Philip und Ruben, Benedikt und Tobias, Hannah und Benjamin, Tobias und Sabrina, und Yves als Juror. Zu einem Frankfurter-Marburger Mixed Team trug Claudio bei. Bei 44 Teams aus ganz Deutschland waren wir also bestens vertreten.

Da wir bereits Freitagabend in Berlin anreisten hatten wir die Gelegenheit, das Finale des Berliner Einladungsturniers zu erleben, in welchem einige der besten Redner der deutschen Debattierszene antraten. Die Unterbringung erfolgte bei den beiden freundlichen Berliner DebattiererInnen Annette und Alex. Vielen Dank noch einmal für die Gastfreundschaft an dieser Stelle!

Das Turnier umfasste vier Vorrunden, ein Halbfinale und ein Finale. Unsere Teams machten einen tollen Job und so scheiterten zwei nur knapp am Einzug ins Halbfinale. Insbesondere unsere Neulinge waren erfolgreich. Felix und David verpassten nur knapp den Break und Philip schaffte es unter die besten Novice-Redner. Wir alle erlebten ein sehr faires und lehrreiches Turnier in äußerst entspannter Atmosphäre.

Das Highlight des Turniers war die Party am Samstag bei Matthias, die eine lange Nacht mit vielen Drinks und wenig Schlaf mit sich brachte. Wir bedanken uns bei allen Organisatoren, Juroren, Helfern und unseren Gastgebern für das Ermöglichen dieses einmaligen Turniers und freuen uns schon auf das nächste Mal in Berlin.

Verfasst von Claudio Zeitz

Turnierbericht der ZEIT-Debatte in Hamburg vom 13.-15.01.2011

Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg die erste ZEIT-Debatte des neuen Jahres statt und hatte für alle Beteiligten viele tolle Ereignisse zu bieten. Claudio Zeitz – frisch von einem Auslandsaufenthalt in den USA zurückgekehrt -, Tobias Kappey und Tobias Kube traten hierbei als Team Marburg Rotkäppchen an, während uns Jöran Beel als Juror und wunderbarer Zimmergenosse begleitete.

Am Freitagabend fand dann sogleich die erste Vorrunde zum Thema “Sollen Rentner zu einem Bundesfreiwilligendienst verpflichtet werden?” statt, in der wir uns – die Regierung vertretend – leider sehr deutlich mit 172 zu 209 gegen das Team aus Tübingen geschlagen geben mussten. Die nächste Debatte am Samstag morgen zum Thema “Soll der 09. November ein Nationalfeiertag werden?” konnten wir dann aus der Opposition heraus mit 195 zu 187 Punkten knapp für uns entscheiden, bevor wir in der 3. Vorrunde dann als freie Redner in verschiedenen Räumen an den Start gingen. Hier lautete das Thema “Brauchen wir eine gemeinsame europäische Asyl- und Migrationspolitik?” und wir erzielten 46,36 und 47 Punkte.

Da wir den “kleinen Break” leider denkbar knapp verpassten, traten wir auch in den letzten beiden Vorrunden noch einmal als freie Redner an und erreichten zu den Themen “Soll die Schuldenbremse auf Bundes- und Landesebene abgeschafft werden?” und “Sollen Menschen mit Prothesen weltweit an den regulären sportlichen Wettkämpfen teilnehmen dürfen, selbst wenn sie durch diese bevorteilt werden können?”  38,36 und 47 bzw. 48,41 und 46 Punkte. Jöran als Juror konnte ebenfalls einige spannende Debatten beobachten und freute sich über große Übereinstimmungen mit den anderen Juroren in der Bepunktung.

Am Sonntag konnten wir dann nach der Break-Verkündung und ausgelassener Party am Samstagabend noch ein großartiges Halbfinale zwischen Heidelberg Debating 2 und dem für Bremen startenden Mixed-Team Adams/ Werner/ Umscheid zum Thema “Soll die Forschung an allen deutschen Universitäten ausschließlich zivilen und friedlichen Zwecken dienen?” sehen. Nach der anschließenden Stadtführung bei traumhaftem Wetter wurde verkündet, dass sich im Finale zum auch von uns im Club kürzlich debattierten Thema “Soll das Amt des Bundespräsidenten abgeschafft werden?” zwei Heidelberger Teams gegenüber stehen sollten. Am Ende setzte sich aus der Opposition heraus das Team um Wiebke Nadler, Marion Seiche und Tom-Michael Hesse durch, während die Ehrenjury Florian Umscheid als besten Redner dieses Finals kürte.

Wir gratulieren allen Siegern und danken den Hamburgern (und den Kielern!) für die Ausrichtung dieses tollen Turniers!

Marburger Nikolausturnier

Hitzige Debatten in kalten Tagen

Beim Nikolaus-Turnier des Marburger Debattierclubs entschieden wenige Punkte über Break und Sieg

Gerade erst vom Tübinger StreitkulturCup zurückgekehrt, stand am Montag, 12. Dezember 2011, gleich schon der nächste Termin für die fleißigen Debattanten des Marburger Debattierclubs an. Spannend und hoch her ging es dann nämlich beim clubinternen Nikolausturnier des Hartshornes House. Von 18 bis 22 Uhr bestritten sechs Teams unter den strengen Blicken einer vielköpfigen Jury-Riege einen guten und fairen Wettstreit. Ob Neuling oder alter Hase, jeder hatte die Chance, sich als Debattant oder Juror an diesem Ereignis zu beteiligen.

Da der Großteil der erfahrenen Redner in die Jury abberufen wurde, hatten dieses Mal vor allem diejenigen die Möglichkeit, mit ihrer Wortgewandtheit zu überzeugen, die erst dieses Wintersemester den Weg in die Debattierszene fanden. Die Teams, getreu der neuen Linie des Vorstands mit Märchennamen ausgestattet, die von Schneeweißchen und Rosenrot über Aschenputtel bis hin zu Dornröschen reichten, wurden aus je drei Debattanten gebildet, Anfängern und Debattier-Veteranen bunt gemischt. In drei Vorrunden mussten die Teams so viele Siege (und Punkte) wie möglich erreichen, um den Break und somit den Einzug ins Finale zu erlangen. In einem leicht modifizierten OPD-Format ohne fraktionsfreie Redner, mit nur vier Minuten Redezeit pro Nase und der Möglichkeit, dass auch der Schlussredner noch neue Argumente anbringen durfte, drehten sich die Debatten der Vorrunde um die Fragen, ob Pressezensur vor Volksentscheiden erlaubt, Großbritannien aus der EU ausgeschlossen und (nach einer kleinen gedanklichen Zeitreise nach 1989) Deutschland wiedervereinigt werden sollte. Auch wenn dieses Mal leider keine Teampunkte vergeben wurden, sonder nur Einzelrednerpunkten ins Gewicht fielen, so wurde doch fleißig geklopft und zwischengerufen und nicht selten standen alle drei Mitglieder des gegnerischen Teams bereit, Fragen zu stellen.

Letzten Endes zogen die beiden Teams Schneewittchen (Sebastian, David und Sabrina) als Regierung und Rapunzel (Jöran, Benjamin und Lea) als Opposition knapp vor dem Team Rotkäppchen (Holger, Manuel und Helena) ins Finale ein, dessen Thema lautete, „Angenommen, intelligentes außerirdisches Leben käme auf die Erde – Sollten wir Kontakt mit ihnen aufnehmen?“ Diese doch nicht hundertprozentig ernsthafte Debatte, in der schon mal grüne, hässliche Intelligenzbestien die Katzen der Menschen fraßen oder aber den Deutschen nach einer Einheit des Universums neue Reiseziele eröffnet wurden, gewann letzten Endes mit einem knappen Vorsprung von vier Punkten die Opposition. Als bester Redner der Finaldebatte wählte das Publikum Sebastian.

Die vier Sieger wurden für ihre harte Arbeit mit Schokonikoläusen belohnt und die anschließende Weihnachtsfeier mit Glühwein, Lebkuchen und Orangen bot noch einmal allen Beteiligten die Möglichkeit für anregende und angeregte Gespräche über Debattieren und die Welt.

Wir wünschen allen Mitgliedern, Fans und Interessierten eine schöne Restadventszeit und ein wunderbares Weihnachten. In diesem Sinne auf ein erfolgreiches neues Debattierjahr 2012!

Verfasst von Sabrina Göpel

Debattierclub Marburg beim Streitkultur-Cup in Tübingen

Am vergangenen Wochenende (9.-11.12.2011) waren wir mit zwei Teams – Marburg Hänsel (Dominik Vietz, Josianne Kollmann, Hauke Prigge) und Marburg Gretel (Jan Philipp, Alexander Prinz, Sabrina Göpel) – beim Streitkultur-Cup 2011 in Tübingen und dem damit verbundenen 20-jährigen Jubiläum der Tübinger Streitkultur.

Auf diesem wunderbaren Turnier im OPD-Format, bei dem ohne Zettel und ohne Rednerpult geredet wird, erleben die Redner eine einzigartige Herausforderung und die Zuschauer eine sehr intensive Debatte. In der ersten Vorrunde zum Thema „Schein oder Sein – Sollten retouchierte Bilder in der Werbung verboten werden?“ konnte sich Marburg Hänsel mit 226 Punkten klar durchsetzen, während Marburg Gretel in einer anderen Debatte leider den Kürzeren zog.

In der zweiten Debatte mit dem Thema „Geld regiert die Welt – Sollten Staaten, die andere Staaten in Krisensituationen finanziell unterstützen, Mitspracherecht in deren Landespolitik erhalten?“ waren unsere Teams jeweils als freie Redner in verschiedenen Räumen und erreichten alle etwa durchschnittliche Punktzahlen.

Die dritte und letzte Vorrunde beinhaltete das brisante Thema „Schluss mit der Bevorzugung von Lohnungleichheit in der Ehe!? – Sollte das Ehegattensplitting abgeschafft werden?“. Dort konnte sich Marburg Hänsel erneut durchsetzen mit 204 zu 194 Punkten, während Marburg Gretel mit 198 Punkten leider abermals knapp das Nachsehen hatte.

Nach diesen drei Vorrunden wurde der Break ins Finale verkündet und Streikultur Pheme in der Regierung sowie Heidelberg Debating A in der Opposition waren die glücklichen Finalisten. In einer großartigen Debatte, die ich glücklicherweise sogar jurieren durfte, zum Thema „Im Namen des Volkes – Brauchen wir eine Jury von Geschworenen?“ setzte sich am Ende Heidelberg mit 255 zu 234 Punkten gegen Tübingen durch. Hierbei erhielt Peter Croonenbroeck aus Tübingen den vom Publikum vergebenen Preis als besten Redner des Finales. Einen großen Erfolg nach einem insgesamt tollen Turnier erreichte Josi, als sie nach dem Finale den Preis als beste Nachwuchsrednerin dieses Turniers erhielt.

Wir gratulieren ganz herzlich allen Siegern und danken der Streitkultur für die Ausrichtung dieses wunderbaren Jubiläumsturniers!

Turnierbericht ZEIT-Debatte Karlsruhe

Vom 25. – 27. November 2011 fand im badischen Karlsruhe die erste ZEIT-DEBATTE der neuen Saison statt. Die Turnierserie ZEIT-DEBATTEN wird vom Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH) in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Telekom AG veranstaltet sowie durch eine Medienpartnerschaft mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) unterstützt.

Auch der Marburger Club entsandte ein Team samt Juror, um dabei zu sein. Während Ruben Brandhofer jurierend tätig wurde, traten als Debattierende Dominik Vietz, Hannah Soeffing und Sebastian Wamser an, um sich mit 23 anderen Teams zu messen.

Bereits am Freitagabend wurde noch das erste Vorrundenthema bestritten und den Marburgern ein schwerer Brocken zugelost. Nicht nur, dass das gegnerische Team die zum Favoritenkreis zählende Heidelberg Debating war, sondern auch das Thema: „Sollen Einspruchsmöglichkeiten gegen Bauvorhaben für erneuerbare Energien abgeschafft werden?“, war als Regierung kein leichter Einstieg. Dementsprechend deutlich war am Ende auch das Ergebnis: 184:241.

Der schlechte Einstieg führte aber nicht zu Trübsal, sondern spornte an, am nächsten Tag die Scharte auszuwetzen. Der Abend wurde mit einem Umtrunk beendet, da es am Morgen bereits in aller Frühe weitergehen sollte. Marburg begann den Debattiertag in der Position der freien Redner zum Thema „Soll die Inklusion von Behinderten an Deutschlands Schulen aufgehalten werden?“. Alle drei Rednern gelang nun ein besserer Einstieg und mit 42, 45 und 47 Einzelrednerpunkten ein solides Fundament.

Nach einer kurzen Pause ging es sofort weiter mit dem nächsten Thema: „Soll die NPD verboten werden?“. Diesmal, als Opposition, gelang ein deulicher Sieg.

Gestärkt nach dem Mittagessen, bestehend aus mehreren Dutzend Pizzen aller Art, die direkt in die Räumlichkeiten geliefert wurde, ging es nahtlos und ohne Zeitverzögerung weiter zur letzten Debatte der ersten Vorrunde. Dabei traf Marburg auf die Jungs aus Hamburg (die mit einem reinen Männer- sowie Frauenteam vertreten waren). Das Thema „Sollen Menschenrechte für Personen, die selbst Menschenrechte missachten, nicht gelten?“ wurde von der Regierung stark Libyen-fokussiert geführt und präsentierte damit eine dankbare Angriffsfläche, die Marburg nutzte und zum 185:216 Punktestand führte.

Das reichte aus, um sogar als letzter Club die erste Vorrunde zu überstehen und in die zweite Vorrunde einzuziehen. Das Los brachte uns erneut in die missliche Lage die Regierung stellen zu müssen, noch dazu gegen die späteren Halbfinalisten aus Halle. Debattiert wurde: „Sollen Nachrichten zensiert werden, die das Vertrauen in die Staatsfinanzen der Euroländer erschüttern könnten?“. Ein kompliziertes Thema, bei dem es den Marburgern nicht gelang den Antrag sauber genug zu definieren und den Hallensern Widerstand zu zeigen. 145:225 Punkte Endstand war das enttäuschende Ergebnis und damit auch der Einzug in das Halbfinale verwehrt.

In den Halbfinals debattierten unsere Bezwinger Halle gegen den Club aus Berlin, sowie unsere ersten Gegner aus Heidelberg gegen den Titelverteidiger aus München zum Thema: „Soll der Westen die Aufständischen in Syrien militärischen unterstützen?“. Während es bei Heidelberg und München am Ende nur einen Punkt Unterschied gab (Sieg München), war die Sache im zweiten Raum sehr deutlich, mit Sieger Berlin.

Das Finale fand am Sonntagnachmittag im Karlsruher Rathaus in aller Öffentlichkeit statt. Ein kurzweiliges Comedy-Programm verkürzte die Wartepausen vor der Ergebnisverkündung. Am Ende gab es beim Thema: „Brauchen wir die Vereinigten Staaten von Europa?“ einen klaren Sieger. Mit einem fulminanten Auftritt konnte sich Berlin gegen München durchsetzen und den Titel holen. Das Team aus Heidelberg gewann die inkludierte Baden-Württembergische Meisterschaft und wird damit beim nächsten Mal die ZEIT DEBATTE ausrichten. Für das Team aus Marburg reichte es am Ende zu Platz 16 von 24.

verfasst von Sebastian Wamser